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  1. 広島大学の刊行物
  2. ドイツ文学論集
  3. 51号

文学の慰め : ザッハー=マゾッホ『毛皮を着たヴィーナス』における文学的マゾヒズム

https://hiroshima.repo.nii.ac.jp/records/2014118
https://hiroshima.repo.nii.ac.jp/records/2014118
681c2877-23cc-4c53-b95c-5007762977a1
名前 / ファイル ライセンス アクション
DoitsuBungakuRonshu_51_21.pdf DoitsuBungakuRonshu_51_21.pdf (590.3 KB)
Item type デフォルトアイテムタイプ_(フル)(1)
公開日 2023-03-18
タイトル
タイトル 文学の慰め : ザッハー=マゾッホ『毛皮を着たヴィーナス』における文学的マゾヒズム
言語 ja
タイトル
タイトル Der Trost der Literatur: Zum »literarischen Masochismus« des Romans Venus im Pelz
言語 en
作成者 梶原, 将志

× 梶原, 将志

ja 梶原, 将志

en Kajihara, Masashi

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アクセス権
アクセス権 open access
アクセス権URI http://purl.org/coar/access_right/c_abf2
権利情報
権利情報 (c) 日本独文学会中国四国支部
主題
主題Scheme NDC
主題 940
内容記述
内容記述 Dieser Aufsatz untersucht die enge Beziehung zwischen dem literarischen Text und dem Erotismus in Leopold von Sacher-Masochs (1836-95) Roman Venus im Pelz (1870) und kategorisiert sie als »literarischen Masochismus«. Psychologische Betrachtungen von Krafft-Ebing und Freud haben den »Masochismus« als Sexualpräferenz umfassend definiert, dagegen beziehe ich mich in dieser Arbeit auf die Lektüre des Romans. Es handelt sich also ausschließlich um eine Textinterpretation. Der Hauptcharakter in Venus im Pelz ist Severin, „ein Dilettant im Leben“, wie er sich selbst bezeichnet. Er will seine Begierden nicht ausleben, sondern sie vielmehr ewig suspendieren und überspannen. Daher bezeichnet er sich als „einen Übersinnlichen“. Severin, der „Lebensdilettant“, der zunächst lange eine Venus aus Marmor verehrt, begehrt nicht etwas, sondern die Begierde an sich; und ein Mittel, dessen er sich für sein Experiment bedient, ist der Herrin-Sklave-Vertrag mit der schönen Witwe Wanda. Als Sklave darf er zwar mit seiner Herrin keine Partnerschaft eingehen, doch stattdessen (oder eben deswegen) sie verehren und paradoxerweise eine innige Beziehung zu ihr genießen, ohne dass sich sein Begehren erfüllt. Sein Projekt schlägt jedoch fehl, als ein wohlgestalter Grieche als unerwünschter Dritter in Erscheinung tritt. Severin verlässt daraufhin seine Herrin und wirkt vom Leben desillusioniert. Es ist nun nicht mehr sein erotisches Laboratorium. Erst im literarischen Text, im Schreiben seiner Memoiren Bekenntnisse eines Übersinnlichen, findet er Trost, da es ihm ermöglicht, in der Erinnerung an seine Begierde zu leben. Er stirbt weder als ein Märtyrer, mit dem er sich selbst oft vergleicht, noch als ein tragischer Held. Die Funktion des literarischen Textes besteht nicht darin, pornografisch mehrere Szenen beim sexuellen Spiel darzustellen. Wie in dem Roman selbstreferenziell gezeigt wird, gibt der gescheiterte und enttäuschte „Lebensdilettant“ stattdessen seinem nach der Lösung von Wanda leer gewordenen Leben durch das Schreiben des Textes nachträglich einen Sinn. Dies gewährt ihm unter anderem Heilung seiner als widernatürlich dargestellten Neigung und ermöglicht ihm, im Leben Fuß zu fassen. Während der sexuelle Masochismus, mit dem sich Psychologen beschäftigen, in dem Roman beschrieben ist, funktioniert der literarische Masochismus, um den es hier geht, beim Verfassen und Lesen eines Textes performativ, also durch die Handlung an sich. Dies geschieht nicht nur auf der Ebene von Severins Bekenntnissen, sondern auch auf derjenigen von Sacher-Masochs Venus im Pelz. Das tröstende Nachleben der Ereignisse durch den Roman kann Autor wie Romanfigur (und auch den Leser) erneut zu einem kühnen Experiment im wirklichen Leben ermutigen. Der Schwung vom intensiven zum ruhigen zurückgezogenen Leben ist gleichzeitig auch ein potenzieller Anlauf zur Rückkehr ins Erotische, in dem man nach der Beständigkeit der Begierde strebt. Was auch geschehen mag, schlussendlich wird die Literatur retten und trösten. Erst diese Versicherung macht das Abenteuer möglich. Auch in der Realität versuchte der Autor Sacher-Masoch, dem Beispiel aus seinem Roman getreu mit seiner Ehefrau zu leben. Genau wie Severin in seinen Bekenntnissen lebte Sacher- Masoch in Venus im Pelz seinen »literarischen Masochismus« aus. Will man dem Text also literarisch gerecht werden, muss man ihn und das Werk des Autors als schwingend zwischen dem Spiel/Experiment und dem normalen Alltagsleben begreifen. Der literarische Masochismus ist sozusagen ein diskursiver Mechanismus, in dem man sein Leben nachträglich umschreibt und damit gelassener weiter leben kann. Dagegen gehört zur Tragödie ein starrer Geist, der im Leben nur ein zum notwendigen Tod oder zur Katastrophe konvergierendes Schicksal sieht. Meine zukünftige Aufgabe ist, im Kontrast zum Masochismus die Starre der Tragik auf eine kritische Weise deutlich zu machen.
出版者
出版者 日本独文学会中国四国支部
言語
言語 jpn
資源タイプ
資源タイプ識別子 http://purl.org/coar/resource_type/c_6501
資源タイプ journal article
出版タイプ
出版タイプ VoR
出版タイプResource http://purl.org/coar/version/c_970fb48d4fbd8a85
収録物識別子
収録物識別子タイプ ISSN
収録物識別子 0918-2810
収録物識別子
収録物識別子タイプ NCID
収録物識別子 AN00155580
開始ページ
開始ページ 21
書誌情報 ドイツ文学論集
Beiträge zur Deutschen Literatur, Sprache und Kultur

号 51, p. 21-37, 発行日 2018-09-21
旧ID 46548
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Ver.1 2025-02-23 06:53:20.802155
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